Lohnt sich eine Umschuldung?

Vergleiche deinen aktuellen Kredit mit einem neuen Angebot und sieh, wie viel du sparen kannst.

Umschuldungsrechner

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Wann lohnt sich eine Umschuldung?

Eine Umschuldung lohnt sich, wenn der neue Zinssatz deutlich niedriger ist als der alte und die Ersparnis die eventuelle Vorfälligkeitsentschädigung übersteigt. Als grobe Faustregel gilt: Ab 0,5 Prozentpunkten Zinsunterschied lohnt es sich, die Zahlen konkret durchzurechnen.

Besonders viel Potenzial bietet eine Umschuldung, wenn:

  • die Restschuld noch hoch ist (ab ca. 50.000 Euro aufwärts),
  • die Restlaufzeit noch lang ist (ab ca. 5 Jahren aufwärts),
  • der Zinsunterschied mindestens 0,5 bis 1,0 Prozentpunkte beträgt und
  • keine oder eine überschaubare Vorfälligkeitsentschädigung anfällt.

Verwende den Rechner oben, um deine persönliche Ersparnis zu berechnen. Die Monatsrate und die Gesamtzinskosten werden dir direkt gegenübergestellt.

Sonderkündigungsrecht: Nach 10 Jahren Zinsbindung hast du per Gesetz (§ 489 BGB) das Recht, deinen Kredit mit einer Frist von 6 Monaten kostenlos zu kündigen – ganz ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Das gilt auch dann, wenn dein Darlehensvertrag eigentlich eine längere Zinsbindung vorsieht.

Sparpotenzial bei verschiedenen Zinsunterschieden

Die folgende Tabelle zeigt, wie viel du bei einer Restschuld von 150.000 Euro und einer Restlaufzeit von 15 Jahren durch eine Umschuldung sparen kannst – abhängig von altem und neuem Zinssatz.

Alter Zins Neuer Zins Alte Rate Neue Rate Ersparnis / Monat Ersparnis gesamt
4,5 % 3,5 % 1.147 € 1.072 € 75 € ca. 13.500 €
4,5 % 3,0 % 1.147 € 1.035 € 112 € ca. 20.200 €
5,0 % 3,5 % 1.186 € 1.072 € 114 € ca. 20.500 €
5,0 % 3,0 % 1.186 € 1.035 € 151 € ca. 27.200 €

Die Werte sind Richtwerte auf Basis einer annuitätischen Tilgung. Deine tatsächliche Ersparnis kann je nach Restschuld, Restlaufzeit und den genauen Konditionen abweichen. Nutze den Umschuldungsrechner oben für deine individuelle Berechnung.

Vorfälligkeitsentschädigung: Was du wissen musst

Wenn du deinen Kredit vor Ende der vereinbarten Zinsbindung ablöst, kann deine Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung (VFE) verlangen. Sie entschädigt die Bank für den entgangenen Zinsgewinn.

Gesetzliche Obergrenzen

  • Maximal 1,0 % der verbleibenden Restschuld, wenn die Restlaufzeit mehr als 12 Monate beträgt.
  • Maximal 0,5 % der verbleibenden Restschuld, wenn weniger als 12 Monate bis zum Ende der Zinsbindung verbleiben.

Das 10-Jahres-Sonderkündigungsrecht (§ 489 BGB)

Nach 10 Jahren ab vollständiger Auszahlung des Darlehens kannst du jeden Kredit mit einer Frist von 6 Monaten kostenlos kündigen – unabhängig von der vereinbarten Zinsbindungsdauer. Dieses Recht kann vertraglich nicht ausgeschlossen werden.

Lohnt sich die Umschuldung trotz VFE?

Um das herauszufinden, vergleiche die Gesamtkosten:

  1. Berechne die Zinsersparnis über die gesamte Restlaufzeit mit dem neuen Zinssatz.
  2. Ziehe die Vorfälligkeitsentschädigung ab.
  3. Berücksichtige eventuelle Bearbeitungsgebühren der neuen Bank.
  4. Ist das Ergebnis positiv, lohnt sich die Umschuldung.

Trage die VFE direkt in das Feld "Vorfälligkeitsentschädigung" im Rechner oben ein – er zieht sie automatisch von der Ersparnis ab. Mehr Details zur Berechnung findest du im Vorfälligkeitsentschädigungs-Rechner.

Schritt für Schritt zur Umschuldung

  1. Restschuld ermitteln: Schau in deinen letzten Kontoauszug oder frag deine Bank nach dem aktuellen Darlehensstand. Wichtig ist auch der aktuelle Zinssatz und das Ende der Zinsbindung.
  2. Vorfälligkeitsentschädigung anfragen: Kontaktiere deine aktuelle Bank und lass dir schriftlich mitteilen, wie hoch die VFE bei einer sofortigen Ablösung wäre. Prüfe dabei auch, ob das Sonderkündigungsrecht nach § 489 BGB bereits greift.
  3. Neue Angebote einholen: Vergleiche Angebote mehrerer Banken. Kreditvergleichsportale wie Smava * zeigen dir aktuelle Konditionen ohne Schufa-Eintrag beim ersten Vergleich.
  4. Gesamtkosten vergleichen: Rechne nicht nur die Monatsrate, sondern die Gesamtkosten über die gesamte Laufzeit durch. Nutze dafür den Zinskosten-Rechner und den Umschuldungsrechner oben.
  5. Neuen Vertrag abschließen: Wenn du ein besseres Angebot gefunden hast, beantrage das neue Darlehen. Die neue Bank benötigt in der Regel Einkommensnachweise, den bestehenden Darlehensvertrag und eine aktuelle Restschuldbestätigung.
  6. Alten Kredit ablösen: Die neue Bank überweist den Ablösebetrag direkt an deine alte Bank. Achte darauf, dass der Betrag die Restschuld plus die VFE abdeckt. Nach der Ablösung wird die Grundschuld (bei Immobilienkrediten) auf die neue Bank übertragen.

Willst du wissen, wie sich eine veränderte Laufzeit auf deine Rate auswirkt? Der Laufzeitrechner hilft dir dabei.

Häufige Fragen zur Umschuldung

Wann lohnt sich eine Umschuldung?

Eine Umschuldung lohnt sich, wenn der neue Zinssatz mindestens 0,5 Prozentpunkte unter dem alten liegt und die Zinsersparnis über die Restlaufzeit die Vorfälligkeitsentschädigung übersteigt. Je höher die Restschuld und je länger die Restlaufzeit, desto größer ist das Sparpotenzial.

Was ist eine Vorfälligkeitsentschädigung?

Die Vorfälligkeitsentschädigung ist eine Gebühr, die die Bank für die vorzeitige Kreditablösung berechnet. Sie ist gesetzlich auf maximal 1 % der Restschuld begrenzt (0,5 % bei weniger als 12 Monaten Restlaufzeit). Nach 10 Jahren Zinsbindung entfällt sie komplett dank Sonderkündigungsrecht gemäß § 489 BGB.

Kann ich nach 10 Jahren ohne Kosten umschulden?

Ja. Das gesetzliche Sonderkündigungsrecht nach § 489 BGB gilt für alle Immobiliendarlehen. Du kannst nach 10 Jahren ab Auszahlung mit einer Frist von 6 Monaten kündigen – vollständig kostenfrei, ohne Vorfälligkeitsentschädigung, egal was im Vertrag steht.

Wie viel spare ich durch eine Umschuldung?

Das hängt von Restschuld, Restlaufzeit und Zinsunterschied ab. Ein Beispiel: Bei 150.000 Euro Restschuld, 15 Jahren Restlaufzeit und einer Zinssenkung von 4,5 % auf 3,0 % sparst du rund 20.200 Euro an Gesamtzinskosten. Nutze den Rechner oben für deine genauen Zahlen.

Muss ich bei der gleichen Bank umschulden?

Nein. Du kannst zu jeder beliebigen Bank wechseln. Ein Wechsel zu einer anderen Bank ist häufig die günstigere Option, da neue Banken oft attraktivere Konditionen bieten als die Hausbank. Die neue Bank übernimmt die komplette Abwicklung der Ablösung.

Was ist der Unterschied zwischen Umschuldung und Anschlussfinanzierung?

Eine Anschlussfinanzierung findet am Ende der Zinsbindung statt – ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Eine Umschuldung löst den Kredit vor dem Ende der Zinsbindung ab. Beide Optionen können zu einer anderen Bank führen. Das Ziel ist jeweils ein günstigerer Zinssatz für die verbleibende Restschuld.

Welche Unterlagen brauche ich für eine Umschuldung?

In der Regel benötigst du: aktuellen Darlehensvertrag, Restschuldbestätigung der alten Bank, Einkommensnachweise der letzten zwei bis drei Monate, Kontoauszüge sowie bei Immobiliendarlehen einen aktuellen Grundbuchauszug. Die neue Bank gibt dir eine genaue Liste der erforderlichen Unterlagen.