Geschäftskonto für Selbstständige – worauf es wirklich ankommt
Gründen ist teuer genug. Beim Konto muss man nicht auch noch draufzahlen.
Wer sich selbstständig macht, hat genug Kosten: Gewerbeanmeldung, Steuerberater, Software, vielleicht ein Büro. Ausgerechnet beim Geschäftskonto zahlen viele Gründer dann 10–30 € im Monat – ohne es zu müssen. Dabei gibt es kostenlose Alternativen, die alles können, was du am Anfang brauchst.
Brauche ich überhaupt ein Geschäftskonto?
Kurze Antwort: Ja, unbedingt – auch wenn es keine gesetzliche Pflicht für Einzelunternehmer und Freelancer gibt.
Warum trotzdem?
- Finanzamt: Wenn private und geschäftliche Buchungen auf einem Konto laufen, wird jede Betriebsprüfung zum Albtraum. Im schlimmsten Fall schätzt das Finanzamt – und das fällt selten zu deinen Gunsten aus.
- Überblick: Du siehst auf einen Blick, was reinkommt und was rausgeht. Keine Excel-Akrobatik, kein Raten, ob die 47,99 € jetzt privat oder geschäftlich waren.
- Kreditwürdigkeit: Wenn du irgendwann einen Kredit brauchst (Geschäftsausbau, Immobilie), wollen Banken saubere Unterlagen sehen. Ein getrenntes Geschäftskonto macht das einfach.
- Professionalität: Rechnungen mit privatem Konto wirken unprofessionell. Ein Geschäftskonto mit Firmenname schafft Vertrauen.
Für GmbH, UG und andere Kapitalgesellschaften ist ein separates Geschäftskonto übrigens Pflicht – ohne geht die Gründung nicht.
Was kostet ein Geschäftskonto?
Die Spanne ist enorm – und oft zahlt man für Features, die man als Gründer gar nicht braucht:
| Kontotyp | Monatlich | Jährlich |
|---|---|---|
| Klassische Filialbank | 15–30 € | 180–360 € |
| Direktbank (Standard) | 5–15 € | 60–180 € |
| Online-Geschäftskonto (Basis) | 0–9 € | 0–108 € |
| FYRST BASE (Deutsche Bank) | 0 € | 0 € |
360 € pro Jahr für ein Konto, auf das du Geld überweist und von dem du Geld überweist – das ist schwer zu rechtfertigen, wenn es kostenlose Alternativen gibt, die genau dasselbe können.
Worauf du bei der Wahl achten solltest
- Kontoführungsgebühr: Die offensichtlichste Stellschraube. 0 € ist möglich – nimm es mit.
- Buchungskosten: Manche Banken berechnen pro Überweisung. Als Freelancer mit 20–50 Buchungen im Monat summiert sich das.
- Geschäftskarte: Eine kostenlose Debitkarte (Visa oder Mastercard) reicht für 90 % aller Fälle. Kreditkarte brauchst du erst, wenn du regelmäßig im Ausland unterwegs bist.
- DATEV-Anbindung: Wenn du einen Steuerberater hast, spart eine DATEV-Schnittstelle beiden Seiten Arbeit.
- Unterkonten / Rücklagen: Praktisch, um Umsatzsteuer und Einkommensteuer-Vorauszahlungen beiseite zu legen – so gehst du nicht versehentlich dein Steuergeld aus.
FYRST: Geschäftskonto für 0 € von der Deutschen Bank
FYRST ist das Geschäftskonto der Deutschen Bank für Selbstständige, Freiberufler und Gründer. Das Besondere: Das Basiskonto kostet nichts.
- 0 € Kontoführung (FYRST BASE)
- Kostenlose Visa Debitkarte
- Deutsche IBAN, Einlagensicherung der Deutschen Bank
- DATEV-Schnittstelle
- Für Einzelunternehmer, Freelancer, GbR, UG, GmbH
Kein Startup-Fintech, das in drei Jahren verkauft wird oder die Preise verdreifacht – sondern Deutsche Bank. Mit der Sicherheit und Infrastruktur, die das bedeutet.
Geschäftskonto eröffnen – kostenlos:
FYRST BASE: 0 € Kontoführung, kostenlose Visa Debitkarte, deutsche IBAN.
Kostenloses Geschäftskonto bei FYRST eröffnen *Geschäftskonto und Kredit – wie hängt das zusammen?
Als Selbstständiger ist ein Kredit nicht unmöglich, aber schwieriger als für Angestellte. Banken schauen genauer hin – und genau hier hilft ein sauberes Geschäftskonto:
- Einnahmen nachweisbar: Statt privater Kontoauszüge mit Mischmasch aus Gehalt, Honorar und Amazon-Bestellungen zeigst du klare geschäftliche Umsätze.
- BWA wird einfacher: Dein Steuerberater erstellt die Betriebswirtschaftliche Auswertung schneller und sauberer – und die braucht jede Bank.
- Kreditrahmen berechnen: Nutze unseren Kreditrahmen-Rechner, um zu sehen, was bei deinem Einkommen möglich ist.
Die ersten 3 Schritte nach der Gründung
- Geschäftskonto eröffnen – noch bevor die erste Rechnung geschrieben wird. Jede geschäftliche Buchung gehört auf dieses Konto.
- Steuer-Rücklage einrichten – 30 % jeder Einnahme auf ein Unterkonto legen. Die Steuervorauszahlung kommt sicher – und sie kommt immer überraschend.
- Notgroschen aufbauen – als Selbstständiger brauchst du 6–9 Monatsausgaben. Mehr dazu in unserem Artikel Notgroschen aufbauen.
Stand: April 2026 – Dieser Artikel stellt keine Finanzberatung dar. * Partnerlink