Kaufnebenkosten nach Bundesland

Grunderwerbsteuer, Notar und Makler unterscheiden sich je nach Bundesland erheblich. Wähle dein Bundesland und sieh, was beim Immobilienkauf wirklich dazukommt.

Die Grunderwerbsteuer ist Ländersache und reicht von 3,5 % in Bayern bis 6,5 %. Bei einem Kaufpreis von 300.000 € liegen damit 9.000 € allein an Steuer zwischen dem günstigsten und dem teuersten Bundesland – Geld, das in jedem Fall aus Eigenkapital kommen muss, weil Banken die Nebenkosten üblicherweise nicht mitfinanzieren.

Alle Bundesländer im direkten Vergleich

Bundesland Grunderwerbsteuer Steuer bei 300.000 € Nebenkosten gesamt* Details
Bayern 3,5 % 10.500 € 27.210 € (9,1 %) Bayern ansehen
Baden-Württemberg 5,0 % 15.000 € 31.710 € (10,6 %) Baden-Württemberg ansehen
Niedersachsen 5,0 % 15.000 € 31.710 € (10,6 %) Niedersachsen ansehen
Rheinland-Pfalz 5,0 % 15.000 € 31.710 € (10,6 %) Rheinland-Pfalz ansehen
Sachsen-Anhalt 5,0 % 15.000 € 31.710 € (10,6 %) Sachsen-Anhalt ansehen
Thüringen 5,0 % 15.000 € 31.710 € (10,6 %) Thüringen ansehen
Bremen 5,5 % 16.500 € 33.210 € (11,1 %) Bremen ansehen
Hamburg 5,5 % 16.500 € 33.210 € (11,1 %) Hamburg ansehen
Sachsen 5,5 % 16.500 € 33.210 € (11,1 %) Sachsen ansehen
Berlin 6,0 % 18.000 € 34.710 € (11,6 %) Berlin ansehen
Hessen 6,0 % 18.000 € 34.710 € (11,6 %) Hessen ansehen
Mecklenburg-Vorpommern 6,0 % 18.000 € 34.710 € (11,6 %) Mecklenburg-Vorpommern ansehen
Brandenburg 6,5 % 19.500 € 36.210 € (12,1 %) Brandenburg ansehen
Nordrhein-Westfalen 6,5 % 19.500 € 36.210 € (12,1 %) Nordrhein-Westfalen ansehen
Saarland 6,5 % 19.500 € 36.210 € (12,1 %) Saarland ansehen
Schleswig-Holstein 6,5 % 19.500 € 36.210 € (12,1 %) Schleswig-Holstein ansehen

* Grunderwerbsteuer + Notar und Grundbuch (ca. 2 %) + Käuferanteil der Maklerprovision (ca. 3,57 %). Ohne Makler fallen die Nebenkosten entsprechend niedriger aus.

Woraus sich die Kaufnebenkosten zusammensetzen

  • Grunderwerbsteuer: Der einzige Posten, der sich je nach Bundesland unterscheidet – und zugleich der größte. Sie wird nach dem Notartermin vom Finanzamt festgesetzt.
  • Notar und Grundbuch (ca. 2 %): Bundeseinheitlich im GNotKG geregelt und damit nicht verhandelbar. Ohne notarielle Beurkundung ist kein Immobilienkauf wirksam.
  • Maklerprovision: Seit Dezember 2020 gilt bei Wohnungen und Einfamilienhäusern das Bestellerprinzip – Käufer zahlen höchstens die Hälfte. Die Höhe selbst ist frei verhandelbar und damit der einzige echte Spielraum.

Weiterrechnen

Für deinen konkreten Kaufpreis rechnet der Nebenkostenrechner alle Posten aus. Wie viel Immobilie insgesamt drin ist, zeigt der Budgetrechner, und wie viel Eigenkapital du brauchst, der Eigenkapital-Rechner. Hintergründe stehen im Ratgeber Kaufnebenkosten nach Bundesland und unter Eigenkapital beim Hauskauf.

Andreas Günther Geschäftsführer der Northern Dynamic GmbH

Betreibt WievielKredit.de und entwickelt die Rechner dieser Seite. Die Berechnungen folgen den anerkannten Finanzformeln (Annuitätenformel, effektiver Jahreszins nach PAngV); rechtliche Angaben sind mit den jeweils genannten Gesetzestexten belegt.

Zuletzt geprüft und aktualisiert am . Impressum & Kontakt

Grunderwerbsteuer ist Ländersache und kann sich zum Jahres- oder Halbjahreswechsel ändern. Maßgeblich ist der Satz zum Zeitpunkt des notariellen Kaufvertrags. Alle Angaben ohne Gewähr, keine Steuerberatung.